OTRIVEN 0.025% NASENTROPFEN

-22%
1,84 €
10 ml
  • Beschreibung

Anwendungshinweise

  • Das Arzneimittel ist für die nasale Anwendung bestimmt.
  • Es empfiehlt sich, vor der Anwendung des Präparates die Nase gründlich zu schnäuzen.
  • Beugen Sie den Kopf so weit zurück wie es angenehm ist, oder, wenn Sie auf einem Bett liegen, drehen Sie den Kopf zur Seite.
  • Träufeln Sie ohne die Nase mit der Pipette zu berühren vorsichtig einen Tropfen in jedes Nasenloch und halten Sie den Kopf für eine kurze Zeit nach hinten gebeugt, damit sich die Tropfen in der Nase verteilen können.
  • Nach dem Gebrauch reinigen und trocknen Sie die Pipette, bevor Sie sie wieder auf die Flasche aufschrauben.
  • Die letzte Anwendung an jedem Behandlungstag sollte günstigerweise vor dem Zubettgehen erfolgen.
  • Aus hygienischen Gründen und zur Vermeidung von Infektionen wird darauf hingewiesen, dass jede Dosiereinheit immer nur von einem Patienten verwendet werden darf.

Dosierung

  • Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
  • Die Nasentropfen sind zur Anwendung bei Säuglingen unter einem Jahr nur unter ärztlicher Aufsicht vorgesehen. Bei Kleinkindern von 1 - 2 Jahren ist das Präparat nur unter Aufsicht von Erwachsenen anzuwenden.
  • Bei untergewichtigen Säuglingen und Frühgeborenen darf die Dosierung nur nach Anordnung eines Arztes erfolgen.
  • Dosierung
    • Die empfohlene Dosierung beträgt:
      • 1 Tropfen in jedes Nasenloch, 2 - 3mal täglich (alle 8 bis 10 Stunden) ist grundsätzlich ausreichend. Eine 3malige Anwendung pro Tag und Nasenloch nicht überschreiten.

 

  • Dauer der Anwendung
    • Die Nasentropfen dürfen nicht länger als 7 Tage angewendet werden.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge angewendet haben als Sie sollten
    • Falls Sie zu viel angewendet haben oder versehentlich eingenommen haben, informieren Sie bitte unverzüglich Ihren Arzt oder Apotheker.
    • Vergiftungen können durch erhebliche Überdosierung oder durch versehentliches Einnehmen des Arzneimittels auftreten.
    • Das klinische Bild einer Vergiftung mit Xylometazolin kann verwirrend sein, da sich Phasen der Stimulation mit Phasen der Unterdrückung des zentralen Nervensystems und des Herz-Kreislaufsystems abwechseln können. Besonders bei Kindern kommt es nach Überdosierung häufig zu zentralnervösen Effekten mit Krämpfen und Koma, langsamem Herzschlag, Atemstillstand sowie einer Erhöhung des Blutdrucks, der von Blutdruckabfall abgelöst werden kann.
    • Symptome einer Stimulation des zentralen Nervensystems sind Angstgefühl, Erregung, Halluzination und Krämpfe.
    • Symptome infolge der Hemmung des zentralen Nervensystems sind Erniedrigung der Körpertemperatur, Lethargie, Schläfrigkeit und Koma.
    • Folgende weitere Symptome können auftreten:
      • Pupillenverengung (Miosis), Pupillenerweiterung (Mydriasis), Fieber, Schwitzen, Blässe, bläuliche Verfärbung der Haut infolge der Abnahme des Sauerstoffgehaltes im Blut (Zyanose), Herzklopfen, Atemdepression und Atemstillstand (Apnoe), Übelkeit und Erbrechen, psychogene Störungen, Erhöhung oder Erniedrigung des Blutdrucks, unregelmäßiger Herzschlag, zu schneller/zu langsamer Herzschlag.
    • Bei Vergiftungen ist sofort ein Arzt zu informieren, Überwachung und Therapie im Krankenhaus sind notwendig.

 

  • Wenn Sie die Anwendung vergessen haben
    • Wenden Sie nicht die doppelte Menge an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben, sondern fahren Sie mit der Anwendung laut Dosierungsanleitung fort.

Indikation

  • Das Arzneimittel ist ein Mittel zur Anwendung in der Nase (Rhinologikum) und enthält das Alpha-Sympathomimetikum Xylometazolin.
  • Xylometazolin hat gefäßverengende Eigenschaften und bewirkt dadurch eine Schleimhautabschwellung.
  • Anwendungsgebiet
    • Entzündungszustände der Schleimhäute im Nasen-Rachen-Raum (z.B. Schnupfen; zur Erleichterung des Sekretabflusses bei Nasennebenhöhlenentzündung; bei Tubenmittelohrkatarrh).
    • Das Arzneimittel ist für Säuglinge und Kleinkinder unter 2 Jahren bestimmt.

Gegenanzeigen

  • Dieses Arzneimittel darf nicht angewendet werden
    • wenn Sie allergisch gegen Xylometazolin oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
    • bei chronischer Nasenschleimhautentzündung mit einer sehr trockenen Nasenpassage (Rhinitis sicca oder atrophische Rhinitis)
    • bei Zustand nach operativer Entfernung der Hirnanhangsdrüse durch die Nase (transsphenoidaler Hypophysektomie) oder anderen operativen Eingriffen, die die Hirnhaut freilegen
    • wenn Sie ein Engwinkelglaukom haben (erhöhter Augeninnendruck).

Nebenwirkungen

  • Wie alle Arzneimittel kann dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:
    • Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen
    • Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
    • Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
    • Selten: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
    • Sehr selten: kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen
    • Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
  • Mögliche Nebenwirkungen
    • Beenden Sie unverzüglich die Anwendung, wenn bei Ihnen nachfolgende Symptome auftreten, welche Anzeichen von allergischen Reaktionen sein können:
      • Beschwerden beim Atmen oder Schlucken
      • Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen
      • Starkes Hautjucken, begleitet von gerötetem Hautausschlag oder höckerförmigen Erhebungen.
    • Erkrankungen des Nervensystems
      • Sehr selten: Unruhe, Schlaflosigkeit, Müdigkeit (Schläfrigkeit, Sedierung), Kopfschmerzen, Halluzinationen (vorrangig bei Kindern).
    • Herzerkrankungen
      • Selten: Herzklopfen, beschleunigte Herztätigkeit (Tachykardie), Blutdruckerhöhung.
      • Sehr selten: Unregelmäßige Herzfrequenz und erhöhte Herzfrequenz.
    • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
      • Häufig: Trockene Nase, Nasenbeschwerden.
      • Gelegentlich: Nach Abklingen der Wirkung stärkeres Gefühl einer „verstopften" Nase, Nasenbluten.
      • Sehr selten: Atemstillstand bei jungen Säuglingen und Neugeborenen.
    • Augenerkrankungen
      • Sehr selten: Vorübergehende Sehstörungen.
    • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
      • Sehr selten: Krämpfe (insbesondere bei Kindern).
    • Erkrankungen des Magen-Darm-Bereichs
      • Häufig: Übelkeit.
    • Erkrankungen des Immunsystems
      • Gelegentlich: Überempfindlichkeitsreaktionen (Hautausschlag, Juckreiz, Schwellung von Haut und Schleimhaut).
    • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
      • Häufig: Brennen an der Applikationsstelle
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

Warnhinweise

  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie die Nasentropfen anwenden.
    • Bei den folgenden Erkrankungen und Situationen dürfen Sie die Nasentropfen nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt anwenden:
      • wenn Sie mit Monoaminooxidase-Hemmern (MAO-Hemmern) behandelt werden oder diese in den letzten zwei Wochen erhalten haben
      • wenn Sie andere potentiell blutdrucksteigernde Arzneimittel einnehmen
      • bei schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. koronarer Herzkrankheit) und Bluthochdruck (Hypertonie)
      • wenn Sie an einem Tumor der Nebenniere leiden (Phäochromozytom)
      • bei Stoffwechselstörungen, wie z. B. Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose) und Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
      • wenn Sie eine Stoffwechselerkrankung (Porphyrie) haben
      • bei Prostatavergrößerung
    • Diese Nasentropfen können, wie auch andere schleimhautabschwellende Arzneimittel, bei sehr empfindlichen Patienten Schlafstörungen, Schwindel und Zittern hervorrufen. Konsultieren Sie einen Arzt, falls Sie durch solche Anzeichen beeinträchtigt werden.
    • Der Dauergebrauch von schleimhautabschwellenden Arzneimitteln kann zu einer chronischen Schwellung und schließlich zum Schwund der Nasenschleimhaut führen.
  • Kinder
    • Bei Säuglingen unter einem Jahr wird die Anwendung nur unter ärztlicher Aufsicht empfohlen. Bei Kleinkindern von 1 - 2 Jahren sollten die Nasentropfen nur unter Aufsicht von Erwachsenen angewendet werden.
    • Neugeborene und junge Säuglinge sollten mit besonderer Vorsicht behandelt werden. Es gibt einzelne Berichte zu schweren Nebenwirkungen (insbesondere Atemstillstand) bei Anwendung der empfohlenen Dosis in dieser Altersgruppe. Dosisüberschreitungen sind unbedingt zu vermeiden.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
    • Die Nasentropfen haben keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
    • Bei bestimmungsgemäßen Gebrauch sind keine Beeinträchtigungen zu erwarten.

bei Schwangerschaft

  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
  • Schwangerschaft
    • Wenden Sie die Nasentropfen während der Schwangerschaft nur auf Anraten Ihres Arztes an.
  • Stillzeit
    • Während der Stillzeit sollten Sie die Nasentropfen nur auf Anraten Ihres Arztes anwenden.
  • Während der Schwangerschaft und Stillzeit darf die empfohlene Dosierung nicht überschritten werden, da eine Überdosierung die Blutversorgung des ungeborenen Kindes beeinträchtigen oder die Milchproduktion vermindern kann.

Wechselwirkungen

  • Bei Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben, oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
    • Insbesondere sollten Sie die Nasentropfen nicht anwenden, wenn Sie bestimmte stimmungsaufhellende Arzneimittel einnehmen. Diese sind
      • Monoaminooxidase-Hemmer (MAO-Hemmer): Wenden Sie die Nasentropfen nicht an, wenn Sie derzeit MAO-Hemmer einnehmen oder diese in den letzten zwei Wochen erhalten haben
      • Tri- und tetrazyklische Antidepressiva: Die gleichzeitige Anwendung von tri- oder tetrazyklischen Antidepressiva kann zu einem erhöhten sympathomimetischen Effekt (Wirkungen auf Herz- und Kreislauffunktionen, z.B. Erhöhung des Blutdrucks) von Xylometazolin führen und wird daher nicht empfohlen.

Wirkstoff(e)

Xylometazolin
Xylometazolin hydrochlorid

Hilfsstoff(e)

Wasser, gereinigt
Natrium chlorid
Sorbitol
Natrium dihydrogenphosphat 2-Wasser
Dinatrium hydrogenphosphat
Dinatrium edetat 2-Wasser

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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